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2016년06월01일 00시00분 447
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Can the subaltern film?

Kennt ihr das Berlin Asian Film Network? Wir sprachen mit Anna Hong Xian, Dieu Hao Do und Vanessa Ly aus dem Kernteam über Asiatische Menschen vor und hinter der Kamera und über das Berlin Asian Film Network.

 

Yellow Press: Wie wurde das Berlin Asian Film Network (Bafnet) gegründet?

 

Bafnet

(Anna Hong Xian): 2012 kannte ich bis auf Thuy (Trang Nguyen) keinen anderen asiatisch-stämmigen Menschen, der sich fürs Filme machen interessierte. Da ich das Bedürfnis hatte, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, habe ich nach sowas wie Bafnet gesucht, aber leider nicht gefunden. Durch die Kinokabarett Bewegung vor allem die in Helsinki wurde ich inspiriert und dachte, ja warum nicht so eine Plattform selbst gründen anstatt darauf zu warten, dass irgendwann mal jemand so was macht. Thuy war sofort von der Idee begeistert und wir haben gleich andere Leute motiviert, mitzumachen. Dann kam Zhong (To) von Cubird dazu und so entstand unser erster Stammtisch vor einem Späti in Kreuzberg. Danach folgte eine lange Phase der Selbstfindung, bis wir schließlich wussten was wir wirklich wollten und wie wir es erreichen können.

(Vanessa Ly): zu Schade dass ich bei der Anfangsgeschichte nicht dabei war. Ich bin erst später dazugekommen, als Anna mich angequatscht hatte. Sie hat mir ihre Visitenkarte in die Hand gegeben damals war es noch ein bedrucktes 80-Gramm-Papier :P. Das war bei einer Filmvorführung von „With Wings and Roots“ im Herbst 2012, also vor fast vier Jahren!

 

YP: Warum brauchen asiatische Menschen im Film ein Netzwerk?

 

Bafnet

(Anna): In Deutschland sind asiatische Menschen sowohl vor als auch hinter der Kamera selten vertreten, asiatische Stories finden wir im Film/TV meistens mit dem Label „exotisch“ oder „kriminell“. OK, mensch kann vermuten, dass deutsche Autor*Innen nicht immer Zugang zu asiatischen Communities finden, und ja, es gibt leider nur wenige asiatisch-stämmige Schauspieler*Innen. Mensch vergesse auch nicht, dass viele asiatische Eltern tatsächlich immer noch gegen eine „brotlose“ künstlerische Laufbahn ihrer Kinder sind.

Natürlich sind wir auch nicht die Einzigen, die den Stereotypen-Stempel abbekommen, aber zum Beispiel hat die türkische Community zumindest Fatih Akin und die russische Community Wladimir Kaminer, und wir als sogenannte „model minority“, was für asiatische Vorbilder haben wir in Deutschland? Es liegt auf der Hand, dass wir nur was verändern können, wenn wir selbst etwas dagegen tun anstatt rumzujammern.

(Vanessa): Mit eigenen Worten ist unser Ziel auch Sichtbarkeit zu schaffen. Wir müssen uns nicht selbst neu erfinden, wir haben so wie alle Menschen vielfältige und vor allem unterschiedliche Eigenschaften, Stärken und Schwächen. Leider bzw. komischerweise werden Menschen asiatischer Herkunft im Film und Fernsehen ganz bestimmte Eigenschaften zu- und festgeschrieben. Komplexe Rollen oder Hauptfiguren werden hierzulande immer noch von weißen Deutschen gespielt. Warum? Weil ein Großteil der deutschen Gesellschaft immer noch nicht verstanden hat, dass sie eine post-migrantische Gesellschaft ist Deutschland war schon immer und ist nach wie vor ein Einwanderungsland. Und nicht erst seit dem Menschen, die auf der Flucht sind, hierher kommen. Bafnet schafft Räume für die Selbstdarstellung von (jungen) Menschen der asiatischen Diaspora. Wir geben unserer Community einen Raum der Öffentlichkeit und einen Raum um ihre Stimme zu erheben, um sich zu zeigen, weil wir meiner Ansicht nach viel zu wenig gezeigt und gesehen werden und viel öfter gezeigt und gesehen werden sollten!

YP: Was sind die Ziele von Bafnet?

 

Bafnet

(Anna): Wir beim Bafnet haben zwar vordergründig Film und Vernetzung von Filmschaffenden als zentrales Thema unseres Netzwerkes, aber es geht auch um Community Building, Self-Empowerment und Sensibilisierung für die fehlende und verzerrte Repräsentation von Asiatischen-Deutschen im Film. Nicht zuletzt sind wir auch eine Anlaufstelle für junge Leute aus der Asiatischen Diaspora, die sich weder komplett mir der traditionellen Herkunftskultur noch mit der „weiß-deutschen“ Kultur identifizieren können. Ich bin in Deutschland mit der Erfahrung aufgewachsen, dass asiatische Kulturveranstaltungen immer sehr traditionell geprägt sind und überwiegend „Nerds“ anziehen. Ich habe es satt bei chinesischen Events immer nur Erhu Musik, Kongfu und Teezeremonie zu sehen, als ob es im modernen China nichts cooles gibt! Bafnet hingegen ist cool und frech, wir wollen zeigen, dass „asiatisch“ in Deutschland nicht nur was mit „Essen“, „Nerds“ oder „Business“ zu tun hat.

(Dieu Hao Do): Vielfalt ist in einem Land wie Deutschland so wichtig. Bafnet setzt sich dafür ein, dass diese Vielfalt sowohl vor als auch hinter der Kamera in der deutschen Filmlandschaft gesehen und gehört wird. Daher ist für mich Bafnet auf jeden Fall auch ein filmpolitisches Projekt.

 

YP: Was versteht ihr unter „Asian/Asiatisch“?

 

Bafnet

(Hao): Alle Menschen, egal welches Alter, welches Geschlecht, welche religiöse, sexuelle Orientierung und so weiter, mit biografischem Hintergrund in Asien. Aber wir zählen auch Menschen dazu, die eine Neugier für Asien haben und teilen wollen. Der Gedanke der Inklusion ist mir in unserem Netzwerk sehr wichtig.

 

YP: Einmal im Monat organisiert ihr ein Film-Screening, bei dem ihr zwei Kurzfilme zeigt. Wie entscheidet ihr darüber, welche Filme gezeigt werden? Wer kann bei euch Filme einreichen?

 

Bafnet

(Hao): Jeder, der Interesse an Bafnet hat kann bei uns Filme einreichen. Wir entscheiden dann gemeinsam, welche Filme gezeigt werden. Meistens ;-). Anna und ich haben oft direkten Kontakt zu den Filmemacher*Innen. Aber wir werden auch regelmäßig von internationalen Filmemacher*Innen angeschrieben. Anfragen bearbeiten großartigerweise Anna und Vanessa. Dann schauen wir uns ihre Filme an, tauschen uns aus und entscheiden, ob sie zu Bafnet und zu einem Themenabend passen. Die Filme oder Filmemacher*Innen sollten logischerweise einen Asienbezug haben. Sonst sind wir keine Kriterienfanatiker. Wir freuen uns, wenn wir mit unserem Angebot viele Interessierte für unsere monatlichen Screenings begeistern können. Bisher hat das gut geklappt.

(Vanessa): Uns ist vor allem wichtig die unmittelbare Nähe zu den Filmemacher*Innen zu schaffen, daher versuchen wir immer sie auch bei den Vorführungen dabei zu haben. Die Zuschauer*Innen sollen schließlich durch Q&A’s die Möglichkeit haben sich mit den Macher*Innen selbst auszutauschen.

 

YP: Wie organisiert ihr euch?

 

Bafnet

(Hao): Bei den Screenings arbeiten wir alle gemeinsam im Bereich technischer Aufbau, Organisation, Verhandlung mit Screenings-Locations und Auswahl von Filmen, sowie das Rahmenprogramm, also Kommunikation mit Filmemacher*Innen und Q&As.

Der feste Kern besteht aus Anna, Vanessa, Trang (Tran Thu) und mir. Jeder von uns hat seine intuitiven Vorlieben und Stärken: Trang hat einen stärkeren wissenschaftlichen Hintergrund und begeistert sich für die Pflege der Webseite und Online-Kommunikation, Vanessa ist sehr stark im Bereich Netzwerken, Kontakte knüpfen, „Türen öffnen“ und Finanzierung Stichwort „Förderanträge für zukünftige Projekte“. Anna ist und bleibt für uns in gewisserweise die „Mutter“ von Bafnet. Sie gibt ein bisschen natürlich in Absprache mit uns die Richtung vor und ist letztlich diejenige, die Bafnet ins Leben gerufen hat. Sie ist die DNA von Bafnet. Ich bin gerne mit Filmemacher*Innen in Kontakt und spreche in den Q&As über die Filme und leite die Diskussionen im Anschluss.

 

YP: Wie sieht die Zukunft von Bafnet aus? Was ist geplant?

Bafnet

(Hao): Dieses Jahr werden wir den ersten Bafnet-Workshop organisieren. Hierbei sollen zum ersten Mal kleine Filme aus dem Netzwerk heraus entstehen. Das ist für mich die Fortsetzung des Netzwerkgedankens. Konsumieren und Produzieren. Ich finde das eine schöne Entwicklung und freue mich darauf noch mehr Stimmen von asiatischen Film- und Medienschaffenden zu hören.

(Vanessa): Ja, Filme gezeigt haben wir jetzt schon sehr viele, aber ein vom Netzwerk selbst produzierter Film steht noch auf unserer To-Do-Liste! Ich freu mich auf ein tolles viertes Bafnet Jahr mit euch, ihr Lieben!

 

YP: Wo können Menschen mehr über euch erfahren und mitmachen?

 

Bafnet

(Anna): Wir haben eine offene Facebook-Gruppe, wo wir am meisten aktiv sind, Updates über die asiatische Filmszene posten und diskutieren:

facebook.com/groups/berlinasianfilmnetwork

Wir haben auch eine Facebook-Fanpage:

facebook.com/BerlinAsianFilmNetwork

Homepage: www.berlinasianfilm.net

 

YP: Vielen Dank für das Interview und wir sehen uns beim nächsten Screening!

________________________________________

Das Interview führte Ilhan Özgen

Ilhan ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung an der Technischen Universität Berlin.

 

사진설명:

1: von links nach rechts Hao, Trang, Vanessa und Anna. (©2016 | Berlin Asian Film Network)

2: Bafnet 3rd Anniversary Party (©2016 | Berlin Asian Film Network)

 

Yellow Press ist die deutschsprachige Kolumne des korientation e.V.

Mehr Informationen zur deutschsprachigen Kolumne Yellow Press finden Sie auf

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Kritik und Anregungen bitte an:

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<978호 24-25면>

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[Yellow Press]Can the subaltern...
 
 Milakag (2017-03-25 11:36:46)     0   0  
Hi, do you want to chat with me? I love polite men that know how to treat a woman right. Can´t wait to please you, but let´s share some privacy first. What turns me on? General knowledge, erotic games, our connection 1on1... I live each and every one of my fantasies to the extreme AND I dream of romantic sex but in the same time BDSM and excessive control allows me to dominate you:) Check my profile: http://www.sexierchat.com/chat/MilaLeMay/

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