교포신문 : "Wirtschaftstag Korea"
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2016년04월19일 00시00분 591
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"Wirtschaftstag Korea"
Bericht von Swantje Toennies


Am 6. April 2016 wurde im Plenarsaal der Hamburger Handelskammer zum wiederholten Male der „Wirtschaftstag Korea“ ausgetragen, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Handelskammer Hamburg, der OAV Asia-Pacific Business Association, der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hamburg, KOTRA und des Generalkonsulats der Republik Korea.

Eine Reihe von Kurzvorträgen mit anschließender Podiumsdiskussion bot norddeutschen Unternehmern die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Markteintritt in Korea zu informieren. Nachdem im letzten Jahr digitale Technologien im Fokus des Wirtschaftstages gestanden hatten, wurde der Branchenschwerpunkt in diesem Jahr auf Biomedizin gelegt. Dementsprechend war eine Delegation der Free Economic Zone in Chungbuk eingeladen, um die zentral gelegene Sonderwirtschaftszone mit über 100 ortsansässigen Unternehmen als Clusterstandort zu präsentieren. Außerdem war eine Delegation aus Hamburgs Parlamentspartnerstadt Busan zu Gast, deren Chef,Lee, Hae-Dong, Chairman of Busan Metropolitan Council, dem Wirtschaftstag beiwohnte.

Die Eröffnung der Veranstaltung übernahm Stefan W. Dircks, Vorsitzender des Arbeitskreises Asien der Hamburger Handelskammer. Daraufhin folgte das Grußwort von Dr. Rolf Bösinger, Staastsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Beide Sprecher betontendie Bedeutung Koreas als langjähriger Handelspartner des hamburger Hafens. HiesigeUnternehmen sollten danach streben, die Chancen der Industrie 4.0 gemeinsam mit Korea, einem wichtigen globalen Player der IT- und Elektronikindustrie, nutzbar zu machen. „Es ist der Wunsch Hamburgs, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen“, erklärte der Staatsrat. Dazu bestünden gute strukturelle Voraussetzungen für mittelständische Kooperationen, die man durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) fördern wolle. Zum dritten Mal in Folge wurde das ZIM gemeinsam vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie vom Ministerium für Handel, Industrie und Energie der Republik Korea (MOTIE) ausgeschrieben.

Als nächster Redner begrüßte der Generalkonsul der Republik Korea in Hamburg, Chang, See-jeong die Teilnehmer. Er verwies auf die gestiegenen Absatzzahlen deutscher Importein Korea seit Einführung des EU-Freihandelsabkommens und hinterfragte die Beliebtheit von Produkten aus Deutschland, die nicht allein durch bestechende Qualität zu erklären sei. Das Vertrauen in deutsche Erzeugnisse, so schätzte er, hänge mit einertief empfundenen kulturellen Verbundenheit zusammen. Er appellierte an die Anwesenden, dieses besondere Vertrauensverhältnis zu achten. „Deutsche Unternehmen, die mit Korea Wirtschaftsbeziehungen pflegen, sollten Korea als langfristigen Partner begreifen. Das beidseitige wirtschaftliche Gedeihen auf lange Sicht sollte unser freundschaftliches Ziel sein.“

Herr Yun Chea-Ho repräsentierte an diesem Vormittag die Delegation der Chungbuk Free Economic Zone Authority. In einem Kurzvortrag erläuterte er das Konzept der seit 2013 entstandenen Sonderwirtschaftszonen Koreas, die ins Leben gerufen wurden, um ausländischen Investoren und Kooperationspartnern optimale Bedingungen zu bieten. Die Chungbuk Free Economic Zone habe sich dabei unter anderem auf Biotechnologie spezialisiert.

Timo Prekop, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der OAV Asia-Pacific Business Association,übernahm die Moderation der darauf folgenden Programmpunkte. Er verwies auf den gemeinschaftlich organisierten Vortrag von Generalkonsul Chang, See-jeong an der Bucerius Law School am 25. Januar, mit dem man bereits eine gute Vorarbeit geleistet habe im Hinblick auf das Thema der KMU, die den Fokus des Wirtschaftstages bildeten. Für mittelständische Kooperationen mit Korea sehe Herr Prekopzahlreiche Faktoren für ein langfristiges Wachstumsszenario gegeben: „die gute Infrastruktur, eine technologieaffine Bevölkerung, zuverlässige Investitionsdienstleistungen und nicht zuletzt kulturelle Faktoren wie Leistungsbereitschaft und Disziplin.“

Die Reihe der Fachvorträge eröffnete die Geschäftsführerin der Deutsch-Koreanischen Industrie- und Handelskammer (AHK) Seoul, Barbara Zollmann, mit einer Darstellung der momentanen Wirtschaftslage Koreas. Gegenüber vergangenen Jahrzehnten habe die Wachstumsdynamik nachgelassen, was in Korea als dramatisch wahrgenommen werde. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass Korea in der Exportrangliste in diversen Branchen noch immer unter den Top 5 dieser Welt abschneidet. Persönlich sei sie sehr positiv gestimmt, was die Aussichten in den kommenden Jahren betrifft. Ihre Zuversicht begründete sie mit ihrem Vortrag überverschiedene Wachstumsfaktoren, zu denen unter anderem die Regierungsprojekte zur Investitionförderung zählen, wie z. B. die Free Economic Zones.

Martin Kagerbauer von der Kanzlei Kim&Changerläuterte die Rahmenbedingungen füreinen Markteintritt in Südkorea aus juristischer Perspektive. Er schilderte relevante Gesetze und möglichen Formen der Unternehmensrepräsentation und erläuterte außerdemdie Struktur des koreanischen Justizsystems, das sehr verlässlich und dem deutschen System in vielen Punkten ähnlich sei.

Als dritter Redner tratMichael Spatz, Executive Vice President und Verantwortlicher für den Bereich Business Development, Marketing & Communication der Firma C. ILLIES & Co. KGauf.

Das familiengeführte Unternehmen aus Hamburg ist auf After-Sales-Betreuung für Maschinen und Anlagen in Asien spezialisiert. Herr Spatz stellte in seinem Vortrag das kommerzielle Umfeld in Korea dar und zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, um in Korea geschäftlich Fuß zu fassen. Nach langjähriger Erfahrung in Korea wusste er auch von kulturellen Unterschieden zu berichten. Selbstverständlich seien die koreanischen Gepflogenheiten zu respektieren. Er habe allerdings auch beobachtet, dass sich die deutsche und koreanische Arbeitshaltung in der Praxis gut ergänzen können.

Handara Lee, Expert Advisor der Chungbuk Free Economic Zone Authority, klärte die Teilnehmer in einem Kurzreferat über staatliche Fördermaßnahmen im Bereich der Biotechnologieforschung auf. Mit dem „Biotech Support Act“ von 1983 sei eine Grundlage geschaffen worden, auf die der laufende „Second Basic Plan for Biotechnology Research“ aufbaue. Im Bezug auf Forschungsausgaben für Biotechnologie führt Deutschland, dicht gefolgt von Korea, die Weltrangliste an.

In der anschließendenPodiumsdiskussion tauschten sich Prof. Dr. Jai Wun Park, Gründer von Biomagnetik Park GmbH;Charly Göhl, Geschäftsführer, MTG Medizintechnik Göhl cmed GmbH;Hjalmar Stemmann, Geschäftsführer, steco-system-technik GmbH & Co. KG und Barbara Zollmann von der AHK Seoul über unternehmerische Perspektiven in Korea aus.

Der Kardiologe Prof. Park äußerte sich kritisch gegenüber dem zunehmend verschulten Universitätssystem nach amerikanischem Vorbild, das sowohl in Korea als auch in Deutschland die innovative Forschung durch Einschränkung des freiheitlichen Denkens gefährde.

Auf die Frage des Moderators, wie Koreas Start-Up-Szene im internationalen Vergleich abschneide, erklärte Prof. Park, dass sie noch in den Kinderschuhen stecke. Viele Koreaner seien noch nicht bereit, ein unternehmerisches Risiko einzugehen. „Die meisten Absolventen wollen in einem Konzern Karriere machen. Das hat mit unserer Erziehung zu tun.“ Ein deutsch-koreanisches Joint Venture sieht Prof. Park daher als guten Lösungsweg und nicht zuletzt auch als vorteilhaftes Marketingtool.



<975 S.22-23>

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