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2016년04월05일 00시00분 551
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Public Outreach Vortragsreihe fuer koreanische Studenten von Generalkonsul CHANG, See-jeong


Generalkonsul CHANG, See-jeong hielt anlässlich der „Konferenz der Botschafter und Missionschefs“ in Seoul Sondervorträge für Studenten an koreanischen Universitäten und beim Human Resources Development Service of Korea (HRD Korea).

In seinen Vorträgen vom 8. bis 11. März an der Korea Maritime and Ocean University, der POSTECH (Pohang University of Science and Technology), der Yeungnam Universität und der juristischen Fakultät der Seoul National University, berichtete er ausführlich von seinen Erfahrungen als Generalkonsul in Hamburg, der zweiten Hauptstadt Deutschlands und Standort der Wirtschaft, Industrie, Medien und Kultur. Außerdem sprach er über dieunterschiedlichenAnsichten deutscher Industrie- und Wirtschaftsführer über den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands.

Generalkonsul CHANG stellte den teilnehmenden Studenten das deutsche Wirtschaftsmodell vor, das von Spezialisierung und langfristigerPlanungszeiträumen geprägt ist. Es sei ratsam für koreanische Unternehmen, so erklärte er, sich an deutschen Hidden Champions zu orientieren, anstatt Jahrhundertsunternehmen wie Apple oder Google nachzueifern. Er fügte hinzu, dass die junge Generation radikal umdenken müsse, um eine Entwicklung zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Innovation möglich zu machen.

Am 16. März folgte ein Jobseminar von HRD Korea, an dem der Generalkonsuleinen Vortrag hielt, um junge Koreaner über das Ausbildungssystem, Beschäftigungsperspektiven sowie über die Wirtschaftslage in Deutschland zu informieren.

Es folgt ein Auszug des Vortrages „Das deutsche und das koreanische Modell Vergleich und Aufgaben: “Nach dem zweiten Weltkrieg etablierte sich Prof. Alfred Müller-Armacks Theoriedes rheinischen Wirtschaftsmodells,beruhend auf den ordo-liberalen Ideen Walter Euckens. In freiburger Gelehrtenkreisen waren diese ein gewichtiger Diskussionsgegenstand. In den 1950er Jahren, unter der Amtszeit von Ludwig Erhard, dem Bundesminister für Wirtschaft, fand die Theorie ihre Anwendung. Deutschland erreichte in dieser Zeit ein Wirtschaftswachstum von 114 Prozent, und damit Wohlstand für jedermann.

Zukunftsforscher Jeremy Rifkinschreibt in seinem Buch „European Dream“, dass nicht der Neoliberalismus, sondern das rheinische Modell das geeignetere sei, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Tatsächlich schneidet Deutschland in den Umfragen des BBC World Service und des US News and World Report „Best Countries“ als weltweite Nr. 1 ab.

Ein Wirtschaftsmodell kann nur dann erfolgreich sein, wenn die tragenden Pfeiler, Politik und Verwaltung,effektiv und zuverlässig funktionieren.Die Rolle gesellschaftlicher und kultureller Faktoren ist dabei nicht zu unterschätzen. Das deutsche System wirkt vielleicht schwerfällig, doch zeichnet es sich durch seinen Pragmatismus und stabile Ergebnisse aus. Es bezieht alle Akteure der Industrie mit ein, Unternehmen und Institutionen sind kooperativ miteinander vernetzt. Einhohes Bildungsniveau, solide handwerkliche Ausbildung, technische Verfeinerung und inkrementelle Anpassung werden somit ermöglicht.

Rechtsstaatlichkeit ist in Deutschland so stark etabliert, dass man sagen kann, Deutschland ist ein gerichtsgläubiger Staat. Der Einfluss des alten Preußens, das einen starken Verwaltungsapparat besaß, ist bis heute zu spüren. Noch immer existiert ein Justizmonopol im Beamtentum, das zu 60% aus Juristen besteht. Staatliche Institutionen bilden die wohl wichtigste Grundlage des deutschen Modells. Deutsche Juristen versuchen, Deutschlands rechtliche Rahmenbedingungen auch im Ausland zu verankern, um die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld zu verbessern und die Geschäftspraxis für deutsche Unternehmen zu erleichtern.

Das koreanische Modell, das eine exportorientierte Wachstumspolitik mittels verschiedener (finanz-) politischer Maßnahmen umfasst, ist ein Erfolgsbeispiel des beschränkten Wettbewerbs. Korea hat innerhalb von 30 Jahren, seit Anfang der 60er Jahre, ein rasantes Wachstum von durchschnittlich 8% pro Jahr verzeichnet. Das Wunder vom Han-Fluss fand internationale Beachtung und Korea zählt heutzutage zu den OECD und G20-Staaten. Als sechstgrößte Handelsnation weltweit hat Korea ein Handelsvolumen, das 1 Billion USD überschreitet. Doch mit dem Beitritt zur WTO im Jahr 1985, sowie dem Abschluss von Freihandelsabkommen mit den USA oder der EU, verwandelte sich das koreanische Modell in ein Hybridmodell aus traditionellen und anglo-amerikanischen Elementen. Die Schwierigkeit, diese miteinander zu vereinen, ging zu Lasten der wirtschaftlichen Entwicklung.

Laut den „Better Policies“ der OECD für Korea vom letzten Oktober hat das Land, welches inzwischen sein 20. Beitrittsjubiläum feiert, es geschafft, sein Wohlstandsniveau derart zu erhöhen, dass es heute nah an den top-rangigen Mitgliedsstaaten abschneidet. Es bräuchte allerdings noch mehr Innovation und Wettbewerb. Dem „Bloomberg Innovation Index“ zufolge hat Korea zwar ein großes Innovationspotential, aber auch viele Herausforderungen, wie die niedrige Produktivität, zu überwinden. „Deep work“ heißtein wichtiges Ziel, das nur durch umfassenden gesellschaftlichen Wandel zu erreichen ist. Zweitens müsstesich die Wirtschaftumorientieren auf lukrativere Produkte, anstatt bei denpreissensiblenSektoren zu bleiben.

Im Zeitalter der Digitalisierung und der 4. industriellen Revolution werden GAFA (Google, Apple, Facebook und Amazon) die neue Wirtschaftsordnung fortbestimmen. Mit zunehmender Verbreitung der 3D-Drucktechnik werden die Produktionsfaktoren von Raum und Zeit aufgehoben. Wenn Bauteile an Ort und Stelle ausgedruckt werden können, sind es die Entwürfe, die zum primären Handelsgut werden.Der Erfinder des Begriffs „Hidden Champions“ Hermann Simon erläutert allerdings, dass Großkonzerne wie Google oder Apple zwar beeindruckende Jahrhunderterfolge verbuchen, doch das mache sie nicht unbedingt zu guten Vorbildern für jeden. Steve Jobs hat mit innovativen Ideen innerhalb weniger Jahre ein Imperium aufgebaut.Da aber nicht jeder zum Genie geboren ist, ist die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Erfolg zu wiederholen, zu gering, um darauf eine Unternehmensstrategie aufzubauen. Stattdessen erklärt Simon die Vorgehensweise der „Hidden Champions“ alsbeispielhaft. Durch langfristige Zielsetzungen, Beharrlichkeit und Spezialisierung haben sich diese erfolgreich globalisieren können.

Viele erfolgreiche kleine und mittelständische Unternehmen, wie die Hidden Champions in Deutschland, sind Spin-Off-Produkte von Großunternehmen, die mit der Zeit gegangen sind. Sie besitzen eine ausgeprägte wirtschaftliche Eigenverantwortung, Reformmöglichkeiten und große Flexibilität. Diese „versteckten Gewinner“ beherrschen den heutigen Weltmarkt und sollten von koreanischen Unternehmen wie den Großkonzernen (Chaebol) als Wegweiser für die eigene, innovative Entwicklung betrachtet werden.

<973, S.22-23>

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